Der Europäische Sozialfonds

"In Menschen investieren" ist Ziel und Aufgabe des Europäischen Sozialfonds (ESF).

Der ESF ist das wichtigste Finanzierungsinstrument der Europäischen Union (EU), um die  Beschäftigungs- und Bildungschancen  der Menschen in den 27 Mitgliedstaaten zu verbessern, den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts zu stärken sowie die wirtschaftliche Entwicklung voranzubringen. Dafür stellt der ESF den Mitgliedsstaaten bereits seit 1957 Mittel zur Verfügung.

Die neue, sieben Jahre dauernde ESF-Förderphase startete 2014 und wird den Mitgliedstaaten und ihren Regionen Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds bereitstellen. Aufbauend auf der Europa 2020-Strategie der Europäischen Union (EU) für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum wurden Handlungsbedarfe im Bereich der Erwerbsbeteiligung und des demographischen Wandels, der Präventions- und Bildungsförderung, der Fachkräftesicherung sowie der Armutsbekämpfung unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Lebenslagen von Frauen und Männern von den europäischen Institutionen identifiziert.

Der ESF gewährt keine Vollfinanzierung von Maßnahmen, sondern beteiligt sich in der Regel mit bis zu 50 % an den Gesamtkosten eines Vorhabens ("Kofinanzierung"). Die restlichen Mittel steuern der Projektträger oder andere private bzw. öffentliche Finanzierungsquellen bei. 

Allein für Nordrhein-Westfalen stehen bis 2020 rund 627 Millionen Euro aus dem ESF zur Verfügung. Er ist also ein wichtiges Finanzierungsinstrument zur Umsetzung der Landesarbeitspolitik in NRW. Zusammen mit den Ko-Finanzierungsmitteln werden über 1,2 Milliarden Euro zur Förderung eines starken Arbeitsmarkts und sozialer Projekte eingesetzt. 

Wichtige Interventionsbereiche in NRW sind laut Operationellem Programm: die Verbesserung der Beschäftigungsmöglichkeiten und Unterstützung der Mobilität der Arbeitskräfte, die Förderung der sozialen Eingliederung und die Bekämpfung der Armut, Investitionen in Bildung, Kompetenzen sowie  und lebenslanges Lernen.