Teilzeitberufsausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen (TEP)

Teilzeitberufsausbildung - Einstieg begleiten - Perspektiven öffnen (TEP): Förderlinie im Handlungsprogramm "Brücken bauen in den Beruf"

Eine qualifizierte Berufsausbildung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Integration in den Arbeitsmarkt. Vor allem junge Menschen mit Familienverantwortung haben es aber oftmals besonders schwer, ihren Wunsch nach einer Berufsausbildung zu realisieren. 

Ziele

Neue Wege in Ausbildung für z.B. Müttern und Vätern, um erfolgreich in den Beruf einzusteigen. Die Ausbildungsform eröffnet auch Unternehmen die Chance, dem wachsenden Fachkräftebedarf zu begegnen und Auszubildende zu gewinnen.

Inhalte und Aufbau

Betriebliche Ausbildungen können nach Berufsbildungsgesetz auch in Teilzeit organisiert werden, um Betreuungsverpflichtungen von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen mit der Berufsausbildung zu vereinbaren. Die Kürzung der Ausbildungszeit wird gemeinsam vom Ausbildungsbetrieb und den Auszubildenden bei der zuständigen Kammer beantragt.

Das Landesprogramm ist eine Förderlinie im Rahmen des Handlungsprogramms "Brücken bauen in den Beruf". Seit 2009 unterstützt TEP Menschen mit Familienverantwortung, vor allem junge Mütter (und Väter), bei der Suche nach einem betrieblichen Ausbildungsplatz in Teilzeit und gibt Hilfestellung, um Familie und Ausbildung zu vereinbaren. Die Teilnehmenden werden gecoacht, qualifiziert und beruflich vorbereitet und während der ersten Ausbildungsmonate individuell begleitet.

Parallel zur Bildungsbegleitung der TEP-Teilnehmenden werden Unternehmen über die Möglichkeiten der Berufsausbildung in Teilzeit informiert und bei der Umsetzung unterstützt.

Die Begleitung der Ausbildung bezieht sich ab 2016, neben den anerkannten Ausbildungsberufen im dualen System und der Altenpflegefachkraft, auch auf die Berufe der Gesundheits- und Krankenpflege, da in der Pflegebranche der Fachkräftebedarf besonders groß ist.

Voraussetzungen

  • Sie wollen Ihre berufliche Zukunft gestalten und eine betriebliche Berufsausbildung zu absolvieren
  • Sie erziehen Ihr Kind / Ihre Kinder oder betreuen pflegebedürftige Angehörige
  • Sie haben keine abgeschlossene Berufsausbildung
  • Sie verfügen über einen (für die angestrebte Ausbildung erforderlichen) Schulabschluss 

Interessierte wenden sich an ihre persönliche Ansprechperson bei der Arbeitsagentur bzw. beim Jobcenter, an zuständige Trägereinrichtungen oder an die Regionalagentur Mittleres Ruhrgebiet.

Art und Höhe der Förderung

Eine Teilzeitberufsausbildung wird nicht finanziell gefördert, allerdings ermöglicht das Landesprogramm "Teilzeitberufsausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen" (TEP) im Mittleren Ruhrgebiet (Bochum, Hattingen, Herne und Witten) Ausbildungsplatzsuchenden eine sozialpädagogische Begleitung bei der Ausbildungsplatzsuche und unterstützt die Betriebe bei der Suche nach geeigneten Nachwuchskräften. Die beteiligten Bildungsträger stehen Unternehmen und Ausbildungsplatzsuchende für weitere Informationen zur Verfügung.

Weitere Informationen / Links

Eine Übersicht der neuen Projekte, mit allen Standorten und Kontaktdaten steht zum Herunterladen bereit:

MAIS NRW Teilzeitberufsausbildung

G.I.B. Teilzeitberufsausbildung

G.I.B. -Arbeitspapier 53 herunterladen oder bestellen.