Ausbildungsprogramm NRW

Startchancen für Jugendliche in benachteiligten Regionen verbessern

Mit dem ESF-geförderten Programm wird die Ausbildungssituation für junge Menschen mit Startschwierigkeiten in benachteiligten Regionen Nordrhein-Westfalens verbessert. Teilnehmende Betriebe erhalten einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung.

4. Durchgang im Ausbildungsprogramm NRW im Juni 2021 gestartet

Um die Ausbildungssituation für junge Menschen zu verbessern, fördert das Land NRW aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds das Ausbildungsprogramm NRW. So werden für Jugendliche mit Startschwierigkeiten zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen. Mit dem Landesprogramm haben aktuell ca. 840 Jugendliche, die beispielsweise aufgrund ihrer Schulnoten, persönlicher Defizite oder einer Behinderung besondere Schwierigkeiten auf dem Ausbildungsmarkt hatten, einen zusätzlich bereitgestellten, betrieblichen Ausbildungsplatz erhalten.

Ab Juni haben ausgewählten Bildungsträger wieder mit der Akquise von Unternehmen begonnen, immer noch unter den Vorzeichen eines durch die Corona-Pandemie deutlich angespannteren Ausbildungsmarktes. Bis zu 1.000 Plätze können landesweit gefördert werden. Arbeitsministerium und Regionaldirektion rufen die Unternehmen auf, sich an dem Programm zu beteiligen und Jugendlichen eine Chance auf einen Einstieg ins Berufsleben zu bieten. Unternehmen, die Interesse haben, zusätzliche Ausbildungsplätze mit Hilfe von ESF-Fördermitteln zu schaffen, können sich jetzt bewerben. Weitere Informationen finden Sie unter

www.mags.nrw/ausbildungsprogramm-NRW 

www.gib.nrw.de/themen/jugend-und-beruf/chance-fuer-1-000-jugendliche-mit-startschwierigkeiten 

Ziele

Das Ausbildungsprogramm NRW soll Betriebe motivieren, zusätzliche Ausbildungsstellen einzurichten, um das bestehende Marktungleichgewicht abzumildern. Zugleich soll für Jugendliche die Ausbildungssituation verbessert werden. Zentrales Anliegen ist es, dass mehr junge Menschen den Weg in Ausbildung finden. Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist eine wichtige Grundlage für dauerhafte Beschäftigung und eine selbstbestimmte Lebensführung.

Inhalte und Aufbau

Das "Ausbildungsprogramm NRW" stellt bis zum Jahr 2022 Mittel bereit, um jährlich rund 1.000 zusätzliche Ausbildungsplätze zu fördern. Das ESF-geförderte Programm startete mit Beginn des Ausbildungsjahres am 1. September 2018.

Städte und Kreise mit einer Bewerber-Stellen-Relation ungünstiger als 1:1 profitieren von dem Programm.

Das sind die Eckpunkte:

Ausbildungsverträge: Unternehmen schließen reguläre Ausbildungsverträge mit den Jugendlichen ab.

Ausbildungsvergütung: Betriebe, die zusätzliche Ausbildungsplätze einrichten, erhalten in den ersten 24 Monaten ab Programmstart einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung in Höhe von 300 Euro im Monat bzw. 174 Euro bei verringerter Ausbildungsvergütung für Teilzeitausbildungen. Der Zuschuss zur Ausbildungsvergütung ist an den Ausbildungsbetrieb (Weiterleitungspartner) weiterzuleiten.

Zusätzlichkeit: Die Ausbildungsplätze müssen zusätzlich sein.

Teilnehmergewinnung: Arbeitsagenturen und Jobcenter schlagen Bewerberinnen und Bewerber für einen Ausbildungsplatz vor. Die Besetzung erfolgt im Zusammenwirken mit Bildungsträger und Ausbildungsbetrieb.

Ausbildungsberufe: Im Regionalen Ausbildungskonsens wird eine „Positivliste“ zu Ausbildungsberufen verabschiedet, die gute Übernahmechancen besitzen und eine realisierbare Nachfrage bei den Jugendlichen erwarten lassen. Grundsätzlich sind alle Ausbildungsberufe nach BBiG/HWO förderfähig (2 - 3,5-jährig).

Folgende Anzahl an Plätzen im Ausbildungsprogramm NRW sind für die Region Mittleres Ruhrgebiet ab 2019 vorgesehen; dabei wurden die Plätze im Programm Kooperative Ausbildung an Kohlestandorten für die Region mit berücksichtigt:

Stadt Bochum: 24 Plätze

Stadt Herne: 36 Plätze

Ennepe-Ruhr-Kreis (gesamt): 24 Plätze

Art und Höhe der Förderung

Betriebe, die zusätzliche Ausbildungsplätze einrichten, erhalten in den ersten 24 Monaten ab Programmstart einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung in Höhe von 300 Euro im Monat bzw. 174 Euro bei verringerter Ausbildungsvergütung für Teilzeitausbildungen.

Ansprechpersonen der zuständigen Träger

Für Bochum:
Bildungsinstitut Vogel GmbH & Co.KG
Frau Birgit Michalowski
Tel.: 0234 96184-670
apnrw@bildungsinstitut-vogel.de

Für EN-Kreis:
Kolping Bildungszentren Ruhr gGmbH
Frau Stefanie Schubert
Tel.: 02302 91433-36
schubert@kolping-ruhr.de
Herr Sven Kaiser
Tel.: 02302 91433-38
kaiser@kolping-ruhr.de

Für Herne:
Bildungsinstitut Vogel GmbH & Co.KG
Herr René Christoph Fretter
Tel.: 02323 96408-19
apnrw-herne@bildungsinstitut-vogel.de